Zwetschken-Ribisel-Kuchen mit Kokos- Sauerrahm Guss

Die letzten Zwetschken und Ribisel der Saison müssen ausgenutzt werden. Eingekocht für Kuchen und meinen Frühstücksmüsli im Winter habe ich schon (immer nur Äpfel wird dann auch mal fad…). Zudem kam Besuch und was gibt es schöneres als Freunde mit Selbstgebackenem zu verwöhnen.

Den Boden selbst habe ich aus einer Mischung von glatten Mehl, Vollkornmehl und Buchweizenmehl zubereitet. Bei Kuchen liebe ich Buchweizen (ich habe ihm sogar einen eigenen Blogeintrag gewidmet – siehe hier), da es einen leicht nussigen Geschmack vergibt und es somit auch mein Nussersatz ist.
Obstkuchen bereite ich besonders gern mit Vollkornmehl zu. Die Gesundheitsgründe stehen hier bei bei mir nicht im Vordergrund (liefert mehr Mineralstoffe, macht länger Satt, unterstützt die Verdauung), sondern mir schmeckt es einfach besser. Gerne kannst du es auch mit nur Vollkorn zubereiten, wobei der Teig so fester wird.

Übrigens, Zwetschken liefern viel Kalium (wichtig für den Transport von Insulin in die Zellen und Herstellung von körpereigenen Protein, blutdrucksenkend) und Vitamin K (besonders wichtig für den Knochenstoffwechsel). Ribisel enthalten viel Vitamin C (stärk Immunsystem), Eisen (wichtig für Sauerstofftransport), Kalium und Mangan (stärkt Bindegewebe, pflegt die Haut und ist an der Produktion von Dopamin (ein Glückshormon) beteiligt).  – Also ein wahrer POWERKUCHEN : )

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Für 1 Blech (30 x 25 cm):

Boden (Topfenteig):
150 g glattes Mehl* + etwas mehr
150 g Vollkornmehl*
90 g Buchweizenmehl
1 Pkg. Backpulver
250 g Magertopfen
6 EL Rapsöl
5 EL Vollmilch
1 Prise Salz
60 g Zucker
2 EL Vanillezucker
1 Ei

Guss:
450 g Sauerrahm
100 g Zucker
4 Eier
1/2 Pkg. Kokos-Puddingpulver**

Außerdem:
400 g Zwetschken
100 g Ribiseln

Staubzucker
Backpapier

* Ob du Weizen- oder Dinkelmehl verwendest, ist ganz egal. Vollkorn ist immer die gesündere Variante, egal ob Weizen oder Dinkel. Roggen wäre auch möglich, dieser braucht aber wiederum mehr Flüssigkeit und der Teig wird kompakter.

** Wenn du keines bekommst, verwende Kokosflocken oder nimm etwas weniger Sauerrahm und dafür Kokosmilch.

  1. Backofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Blech mit Backpapier auslegen – wenn es nicht hält, Öle das Blech davor ein.
  2. Mehle, Backpulver, Topfen, Öl, Milch, Salz, Zucker und Ei zu einem glatten Teig verkneten- entweder mit den Händen oder mit Knethaken. Anschließend entweder mit den Händen in die Blechform drucken oder auf einer bemehlten Arbeitsfläche den Teig mit einem Nudelwalker ausrollen. Anschließend die Form damit auslegen.
  3. Für den Guss Sauerrahm, Zucker, Eier und Puddingpulver zu einer glatten Masse rühren. Guss auf den Teig verteilen.
  4. Zwetschken entkernen und in Speigerl/Spalten schneiden. Auf dem Guss verteilen und zuletzt die Ribisel darauf verstreuen.
  5. Kuchen im Ofen auf mittlerer Schiene für rund 30-40 Minuten backen. Auskühlen lassen.
  6. Vor dem Servieren in Stücke bzw. Würfel schneiden und mit Staubzucker bestreut servieren.
  7. Genießen : )

 

Info: Meine Kuchen sind nie super süß, da ich auch noch das Obst bzw. den natürlichen Geschmack haben möchte. Wenn du Kuchen gerne etwas süßer hättest, dann erhöhe die Zuckermenge.

Tipp: Dieses Rezept kannst du für alle Obstsorten saisonal zubereiten. Es schmeckt einfach immer : )

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PHOTOCREDIT: William Melling, FOODSTYLE: Tina Ganser
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Zwetschkenfleck

Naschkatzen, einen sommerlichen Kuchen möchte ich euch nicht vorenthalten. Zwar gibt es keine Zwetschken mehr, aber er schmeckt auch sehr gut mit Äpfel, Birnen oder Feigen. Jeden Sommer warte ich auf die Marillensaison und dann, dass endlich die Zwetschken reif werden. Ich verkoche sie nicht nur liebend gerne zu Marmelade, sondern verbacke sie zu einem Blechkuchen.

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1 mittelgroßes Blech:

550 g Zwetschken
1/2 TL Zimt
1/2 TL Kardamompulver
4 Eier
125 g Zucker
180 g Mehl
2 TL Backpulver
250 g Joghurt
100 ml Rapsöl + etwas mehr
1 Prise Salz
Staubzucker zum Bestreuen

  1. Backofen auf 175°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
  2. Zwetschken waschen, halbieren und entkernen. In einer Schüssel mit Zimt und Kardamom bestäuben und gut verrühren.
  3. Eier trennen und Eidotter mit Zucker zu einer cremigen hellgelben Masse rühren (ca. 5 Minuten). Mehl mit Backpulver vermengen. Joghurt und Öl verrühren.
  4. Abwechselnd die trockenen Zutaten (Mehl-Backpulver) und die feuchten Zutaten (Joghurt-Öl) unter die Eidottermasse rühren.
  5. Eiklar mit Salz zu einem steifen Schnee schlagen und vorsichtig mit einem Schneebesen unter die Masse rühren.
  6. Backblech mit Öl bestreichen und die Kuchenmasse einfüllen. Zwetschken mit der Innenseite nach oben auf den Teig legen und sanft hineindrücken. Für 20-30 Minuten goldbraun backen.
  7. Aus dem Ofen nehmen, auskühlen lassen und mit Staubzucker bestreut genießen.
ines-4Photocredit: William Melling, Foodstyling: Tina Ganser

Sommerlicher Rührkuchen

Kennt ihr den Blog von Miss Blueberrymuffin? Ich bin jedes Mal von ihren leckeren Rezepten begeistert und auch schon öfters etwas ausprobiert. Letztes Jahr im Sommer war ich auf Heimatfrische und habe dieses Rezept ausprobiert- nur etwas abgeändert. Heute habe ich die Fotos wieder gefunden und wollte es euch nicht vorbehalten ; )

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1 Tortenform (ca. 24 cm Durchmesser)

125 g weiche Butter
150 g Zucker
1 Pkg. Vanillezucker
2 Eier
180 g Mehl
1 TL Backpulver
1/2 TL Natron
125 g Joghurt
125 g Heidelbeeren
2 Nektarinen

1. Butter mit Zucker und Vanillezucker für einige Minuten schaumig rühren. Anschließend Eier nach und nach beimengen und jeweils für 1 Minute schlagen, bis eine schöne gelbe Masse entsteht. Nicht zu früh aufgeben, denn genau diese Masse schafft die Basis für einen luftig leichten Kuchen.
2. Mehl mit Backpulver und Natron vermengen. Abwechselnd mit dem Joghurt unter die Eimasse rühren.
3. Backform ausfetten und 2/3 der Masse einfüllen.
4. Heidelbeeren und Nektarinen waschen. Letzteres in feine Speigerl schneiden. Auf dem Teig legenh, den restlichen Teig darauf verteilen und gleichmäßig verstreichen.
5. Im vorgeheizten Backofen bei 175 °C (Ober- und Unterhitze) für rund 40 Minuten backen.
6. Auskühlen lassen, in Stücke schneiden und mit den Liebsten genießen.

Tipp: Schmeckt auch sehr gut mit Rhabarber und Erdbeeren.

Erdbeer- Mohn- Torte

oder wenn dir der Mai regionale Erdbeeren schenkt…

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1 Tortenform (ca. 26 cm Durchmesser)

 Biskuit:
4 Eier
200 g Zucker
80 g Mehl
45 g Mohn

Füllung:
250 g Topfen
200 g Joghurt
250 g Schlagobers
1 Pkg Agar-Agar 

500 g Erdbeeren
4 EL Holundersirup

  1. Backofen auf 180 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
  2. Eier trennen. Eidotter mit 80 g Zucker für rund 5 Minuten so einer cremigen gelben Masse mixen. Eiweiß für 1 Minute mixen, Zucker einrieseln lassen und weiter mixen. In einer Schüssel Mehl und Mohn verrühren. Mit einer Teigspachtel locker das Eiweiß unter das Eigelb rühren. Mehl-Mohn-Mischung auf mehrere Portionen unterheben.
  3. Den Boden der Tortenform mit Backpapier auslegen und die Masse einfüllen. Im Backofen für rund 15 Minuten backen. Am besten du führst die Stäbchenprobe durch: Zahnstocher oder Stricknadel vorsichtig in den Teig stechen, wenn nichts haften bleibt, ist das Biskuit fertig. 
  4. Für mind. 10 Minuten auskühlen lassen und anschließend aus der Tortenform heben und diese säubern. Das Biskuit vollständig auskühlen lassen.
  5. Für die Füllung Topfen mit Joghurt verrühren. Schlagobers schlagen und mit einer Teigspachtel vorsichtig unter die Topfenmasse heben. Statt Gelatine hab ich Agar-Agar verwendet, dafür 1 Pkg in 50-100 ml Wasser aufkochen und für rund 2 Minuten köcheln lassen. Etwas abkühlen lassen und 2-3 EL von der Topfencreme unterrühren. Nun die Agar-Agar- Mischung unter die restliche Creme rühren.
  6. 400 g Erdbeeren waschen und das Grün entfernen. Mit Holundersirup und 70 g Zucker pürieren. Nun verrührst du die Topfenmasse mit den pürierten Erdbeeren und der auskühlten Agar-Agar- Masse. 
  7. Biskuitboden waagrecht mit einem großen Sägemesser auseinanderschneiden. Die untere Hälfte zurück in die gesäuberte Springform geben. Die Hälfte der Erdbeermasse verteilen, die 2. Hälfte darauflegen und die restliche Masse darauf verteilen und glatt streichen. Für mindestens 5 Stunden oder besser über Nacht im Kühlschrank kalt stellen. Am besten du deckst den Kuchen dabei ab.
  8. Vor dem Servieren mit den restlichen Erdbeeren verzieren. 
  9. Genießen : )

 

Tipp: Schmeckt auch noch sehr gut, wenn du vor dem Servieren eine Erdbeersauce darübergießt: dazu 100 g Erdbeeren mit 1 EL Staubzucker pürieren und über die Torte gießen.