Eine Ode an den Buchweizen

Mein ersten Beitrag zum Thema „Rund um´s Essen“ möchte ich dem Buchweizen widmen. Klingt zwar nicht so aufregend, aber man kann weitaus mehr machen als eine Buchweizentorte (nichts über eine gute Buchweizentorte).  Für mich ist es nicht nur lediglich ein Getreide, – wobei Stop, das ist es ja eigentlich gar nicht- sondern viel mehr ein genialer Ersatz für Nüsse.

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Buchweizen – Heidekorn – und doch kein Getreide?

Der Buchweizen hat ein Revival mit dem Hype der glutenfreien Ernährung, denn anders als der Namen sagt hat es rein gar nichts mit Weizen zu tun, nicht einmal mit Getreide, es ist sozusagen ein Pseudogetreide. Es ist eine krautige Pflanze und sieht dem Getreide gar nicht ähnlich. Den Buchweizen, den wir zum Essen verwenden, sind die Samenkörner. Soviel zum botanischen Exkurs.

Bye Bye Nüsse – Hello Buchweizen

Meine Liebe zum Buchweizen hat damit begonnen, dass ich aufgrund einer Nickelallergie (ja Nickel ist auch in Nüsse, Kakaobohnen, Mais, Hülsenfrüchte,.. enthalten) seit Jahren akribisch nach einem Nussersatz suche. Dass Buchweizenmehl den Gerichten einen nussigen Geschmack gibt, weiß man spät. seit der Buchweizentorte. Doch mir ging es nicht nur um Gebackenes sondern mir fehlte der nussige Geschmack im Müsli. Gerösteter Buchweizen schmeckt nicht nur nach Nüsse, sondern verleiht jedem Gericht noch einen extra Crunch. Und das geht ganz einfach: Buchweizen in einer heißen Pfanne ohne Fett anrösten bis er dunkel (aber nicht schwarz!) wird bzw. sein nussiges Aroma entfaltet. Auskühlen lassen und im Schraubglas solange aufbewahren wie man möchte…

Movienight – eine runde Popbuck bitte!

Movienight ist Popcorn-Time. Doch aufgrund meiner Nickelallergie kann ich leider auch keinen Mais essen. Darum gibt es nun immer gepoppten Buchweizen.

 

Mit voller Vitaminpower voraus!

Und ganz nebenbei liefert Buchweizen auch noch zahlreiche wertvolle Nährstoffe. So enthält er eine große Anzahl an Aminosäuren (brauchen wir für die Bildung von Eiweiß und diversen Körperfunktionen), B-Vitaminen (B6 fördert zum Beispiel die Herstellung von Serotonin, unser Wohlfühlhormon, das B-Viatmin Biotin kräftigt Haare und soll sogar gegen Haarausfall helfen – ein wahres Beauty Vitamin), Eisen (brauchen wir für die Bildung unserer roten Blutkörperchen) und Magnesium (für die normale Muskelfunktion wichtig, eine Extraportion Buchweizen hilft bei Wadenkrämpfe). Zudem soll es Bluthochdruck und Arteriosklerose vorbeugen.

 

Kochtipps

Übrigens, da der Buchweizen sehr stärkehaltig ist, sollte er vor der Zubereitung unbedingt heiß gewaschen werden. Wenn er nach dem Koch noch sehr „schleimig“ ist, entweder nochmals abwaschen und dann weiterverarbeiten oder anrösten.

Was ich mit Buchweizen mag… 

Buchweizen-Gröstl – eine tolle Kombination von Pseudogetreide mit Pseudogetreide ; ) Rezept findet ihr in meinem Buch „Gemüseliebe“.

Käse-Buchweizen-Laibchen

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