Pfeffer

Pfeffer, der König der Gewürze, ist eines der ältesten und beliebtesten Würzmittel. Die Variation ist breit, von weißen Pfefferkörnern über grüne bis hin zu langen Pfeffer. Die gängigsten Sorten sind schwarz, weiß, rot und grün (der gemischte Pfeffer). 

Wirkung:

Seit Langem ist bekannt, dass Pfeffer den Appetit anregt und die Verdauung fördert. Er steigert die Speichelproduktion und die Bildung von Verdauungssäften. Dennoch wird er in der europäischen Heilkunde nicht verwendet. Es gibt zwar viele wissenschaftliche Studien zur Wirkung von Pfeffer (z.B. antibakteriell, entzündungshemmend, Verbesserung der Entgiftungskapazität der Leber), aber diese wurden bisher nur an Tieren getestet. 

Gewusst:

Rosa Pfefferbeeren ist kein richtiger Pfeffer, sondern Beeren des Schimus-Baums (Familie: Schumachgewächse). In der südamerikanischen Heimat werden sie fast ausschließlich als Heilmittel verwendet: gegen Erkältungen, Grippe und Atemwegserkrankungen.

Im Osten Afrikas glaubt man, dass der Verzehr von großen Mengen Pfeffer Auswirkungen auf den Körpergeruch hat und somit Moskitos fernhält.

Geschmackskombinationen und Gerichte:

Schwarze Pfefferkörner haben einen ganz besonderen erdig-aromatischen Duft, sie schmecken scharf und aromatisch. 

Das Aroma weißer Pfefferkörner ist etwas milder und nicht so scharf. 

Obwohl die grünen Pfefferkörner einen feinen Geschmack haben, sind sie aber genauso scharf wie der schwarze Pfeffer, doch das Aroma ist weniger ausgesprägt. 

Trotz des erdigen Geschmacks ist Pfeffer auch für Süßspeisen bekannt. So kommt es in größeren Mengen in Früchtebrot oder Lebkuchen vor. Probieren Sie doch mal einen Obstsalat mit etwas frisch geriebenen Pfeffer. Dies gibt zum Beispiel der flambierten Ananas oder Erdbeeren noch das gewisse Etwas. 

Holunder

Der Holunder – oder wie wir ihn auch nennen „Holler“- zählt zu den ältesten Heilpflanzen der Menschheit. Wenn die Holunderblüten ihren süßlichen Duft verbreiten, dann wissen wir das Sommer beinahe da ist. Wenn sich die schwarzen Beeren zeigen, dann wird meist der Herbst eingeläutet. 

Wirkung:

Die wichtigsten Inhaltsstoffe des Holunders sind: ätherisches Öl, Flavonoide, Kaffeesäurederivate, Gerbstoffe und Schleimstoffe. In erster Linie werden die Blüten verwendet, nämlich meist in Form von Tee. Diese helfen vor allem gegen Infektionen der oberen Atemwege und wirken fiebersenkend. Die Flavonoide sind die wirksamsten Kämpfer gegen Viren und Bakterien.

Gewusst:

Erhitzen Sie die Beeren vor der Verwendung, denn roh können Sie zu Bauchkrämpfe und Durchfall führen. 

Geschmackskombination und Gerichte:

Die Blüten haben einen angenehmen süßen Geschmack, wohin gegen die Beeren etwas herb und bitter schmecken.

Aus den frischen Blüten lässt sich besonders einfach der beliebte Sirup herstellen. Oder sie werden in Palatschinkenteig getaucht und heuausgebacken (Holler-Schöberl).

Aus den Beeren, die erst im Herbst geerntet werden, lässt sich wunderbar Gelee, Marmelade oder auch Chutneys zubereiten. Zudem können Sie die Beeren auch entsaften, aufgekocht mit etwas Honig (konserviert und wirkt bakterizid) und heiß in Flaschen gefüllt, hält er sich für einen längeren Zeitraum und Sie sind für die kalte Jahreszeit gerüstet. Achtung, auch hier die Beeren vorher kurz aufkochen. 


Ingwer

Im botanischen Sinn ist Ingwer keine Wurzel, sondern ein Rhizom- so nennt man den Wurzelstock aus unterirdischen knolligen Trieben, sie sich in die Erde graben. Sie ist mit der Kurkuma und dem Galgant verwandt. 

Die Schärfe der Ingwerwurzel hat einen ähnlichen Biss wie die Chilischoten und wärmt ebenso von innen. 

Wirkung

Ingwer wirkt appetitanregend und fördert die Verdauung. Besonders wirksam ist er gegen Übelkeit und Neigung zu Erbrechen sowie typische Reisekrankheit-Symptome. In der chinesischen Medizin gilt die Wurzel als schweißtreibend, schleimlösend und hustenstillend. Zudem hat Ingwer eine antibakterielle Wirkung und der klassische Ingwer-Zitronen-Tee ist besonders gut bei Erkältungen. Weiters wird der Kreislauf angeregt und wärmt an besonders kalten Tagen von innen.

Zudem enthält Ingwer viele wertvolle Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Phosphor, Magnesium und Eisen. 

Gewusst 

Ingwer war im Mittelalter hierzulande weit verbreitet, nämlich als „Pfeffer der armen Leute“, da sich echten Pfeffer nur die Oberschicht leisten konnte.

Geschmacksexplosionen

Ingwer hat einen speziellen fruchtigen und gleichzeitig scharfen Geschmack.

Die Schärfe ist zwar sehr dominant, dennoch lässt es sich wunderbar mit anderen Aromen sehr gut verbinden, weil sie diese unterstützt. Besonders gut harmoniert er mit Basilikum, Chili, Limetten und Zitronen, Zitronengras und Koriandergrün.

Frischer Ingwer wird entweder in Scheiben geschnitten, gehackt oder gerieben verwendet. Ingwerscheiben gibt man in (Fleisch-/Fisch-) Marinaden oder gibt sie zum Garen hinzu und gibt sie beim Essen wieder beiseite. Probieren Sie doch mal eine Karotten-Ingwer-Suppe oder frisch gerieben in Kompotts oder Marmeladen (z.B. Marillen-Ingwer-Marmelade).

Lagerung


Die frische Wurzel wird am besten eingewickelt in Butterpapier im Kühlschrank gelagert. Je länger sie gelagert wird, desto mehr Scharfstoffe gehen verloren. Das Pulver, das weitaus weniger intensiv ist als die frische Wurzel, luftdicht in verschlossene Gläser. 

Gute Qualität der Wurzel erkennt man daran, dass sie bei leichtem Druck nachgibt und eine mattglänzende, unversehrte Schale hat.


Perfekt wenn die Erkältungsviren wieder im Umlauf sind

Galgant

Galgant ist nach dem Mittelalter für lange Zeit leider in Vergessenheit geraten und meist wird sein bekannterer Bruder der Ingwer verwendet. Mit seinem pfeffrigen Geschmack ist er dem Pfeffer sehr ähnlich und nachdem dieser leitbar wurde, wurde Galgant noch weniger verwendet. Doch Galgant kommt wieder in Mode und es ist ein wahres Heilmittel!

Galgant gibt es sowohl als frische Wurzel, als getrocknete Wurzel und als Pulver (am gängigsten bei uns). 

Galgant ist aus den Küchen Chinas, Südostasien und Thailands nie verschwunden und wird gerne anstatt Ingwer verwendet, so wird es auch „Thai-Ingwer“ genannt. So würzt er die thailändische rote und grüne Currypaste. 

Das Pulver indessen in der marokkanischen Gewürzmischung „Ras-el-Hanout“ vor. 

Wirkung

Die Scharfstoffe regen wie beim Ingwer die Durchblutung an und wärmt von innen. Zudem wirkt Galgant entzündungshemmend. Die ätherischen Öle enthalten gesunde Bitterstoffe, die gut für die Gallenblase sind und sich positiv auf die Verdauung auswirken. Zudem ist er in Arzneimittel gegen Übelkeit, Blähungen, Magenbeschwerden und Schnupfen.

Gewusst
Galgant wirkt anregend auf die Gebärmutter, daher sollten Schwangere darauf verzichten.
Frischen Galgant erhalten Sie in Asia-Läden und gut sortierten Gemüsehändlern. Das Pulver ist meist in Bio-Supermärkte erhältlich.

Geschmacksexplosionen

Galgant schmeckt ähnlich wie Ingwer ist aber süßlich-bitter. Die Schärfe ist aber ingesamt etwas milder. Galgantpulver passt gut zu Käse, Fleisch und herzhaften Festtagsbraten. In Südostasien wird er zu Gerichten mit Meeresfrüchten und Huhn verwendet. 

Genauso wie Ingwer und Pfeffer eignet sich Galgant für Süßspeisen. Probieren Sie doch mal einen Vanille-Kurkuma-Latte mit einem Hauch Galgant. Oder Sie kochen einen aromatischen Tee mit frischen Galgant. Am liebsten mag ich es auf einem Brot mit Weichkäse – mmmmh 🙂

Lagerung

Die frische Wurzel wird am besten eingewickelt in Butterpapier im Kühlschrank gelagert. Je länger sie gelagert wird, desto mehr Scharfstoffe gehen verloren. Das Pulver, das weitaus weniger intensiv ist als die frische Wurzel, luftdicht in verschlossene Gläser. 


Kurkuma

Die gesunden Knollen: Kurkuma und Ingwer

Kurkuma bzw. Gelbwurz ist das Trend-Gewürz schlecht hin. Es macht nicht nur die Milch golden, sondern in der indischen Heilkunst Ayurveda wird das Gewürz schon seit Jahrtausenden geschätzt.

Ich habe die Wurzel für euch in den Faktencheck genommen. Kann es wirklich so viel, wie versprochen wird? Übrigens, es ist das wissenschaftlich beste erforschte Eigengewürz.

Meist komm Kurkuma bei uns in vermahlener Form vor, in ausgewählten Geschäften ist jedoch auch die Wurzel erhältlich.

Im Gesundheitscheck

Die Wurzel regt nicht nur den Appetit an, sondern unterstützt auch die Verdauung positiv. So können Blähungen und Magenverstimmungen, insbesondere bei fettigen Mahlzeiten, vorgebeugt werden. In der kalten Jahreszeit kann es vor Erkältungen schützen. Denn die enthaltenen Inhaltstoffe wirken entzündungshemmend und antioxidativ. Zudem hilft es bei Gallenleiden, erhöht die Produktion von Gallensaft und hilft bei gestörter Fettverdauung. Kurkuma- ein wahres Superfood! 

Inhaltsstoff Curcumin

Der für den Körper wertvolle Inhaltsstoff Curcumin wird schnell abgebaut, daher sollte das Gewürz über den Tag verteilt zu sich genommen werden (z.B. in der Früh im Porridge und nachmittags einen Kurkuma-Latte). Zudem wird Curcumin in Verbindung mit Piperin (in schwarzen und weißen Pfeffer) besser aufgenommen, da reicht schon eine Prise. So kommt in mein Frühstücksmüsli mit Kurkuma immer eine Prise Pfeffer hinzu.

Lagerung

Die frische Wurzel wird am besten -wie die Ingwerwurzel- eingewickelt in Butterpapier im Kühlschrank gelagert. Das Aroma und die kräftige Farbe des Kurkuma-Pulver verblasst rasch, daher möglichst zügig verwenden und in luftdicht verschlossene Gläser kühl und dunkel lagern (alle Gewürze sollten dunkel gelagert werden).

Das Gewürz eignet sich auch bestens als natürliches Farbmittel, nicht nur für Eier

Geschmacksexplosionen

Kurkuma passt trotz des mildwürzigen und leicht-erdigen Geschmacks wunderbar zu Süßen, wie Honig, Vanille oder Mango. Probier doch einmal einen Mango-Lassi mit Honig und Kurkuma.

Quellen:
Der Brockhaus Ernährung, 4. Vollständig überarbeitete Auflage, München: F.A. Brockhaus 2011

Fotos: pixabay



Lemon Curd Küchlein

Gibt dir das Leben Zitronen, mach Limoncello daraus. Doch gib dir das Leben zu viele Eigelbe (als Überbleibsel von Meringue/Baiser) und im Idealfall noch Zitronen, dann mach unbedingt Lemon Curd daraus. Ich liebe es!
1. ist eine super Resteverwertung,
2. Lemon Meringue Pie ist eines meiner Lieblingskuchen und
3. schmeckt Lemon Curd auch köstlich auf dem Brot oder im Joghurt.

Zu diesem Rezept habe ich mich vom Frischgekocht Magazin inspirieren lassen.

für ca. 17 Küchlein

Teig:
1 Bio-Zitrone
125 g Butter, sehr weich(!)
110 g Zucker
2 Eier
60 g Mehl
50 g Speisestärke, z.B. Kartoffelstärke oder Maizena
1/2 Pkg. Backpulver
1 Prise Salz

Füllung:
100 g Lemon Curd
120 g Magertopfen


Verzierungen nach Belieben, ich hatte noch kleine Meringuehauben zu Hause. Du kannst aber auch kleine Schokokugeln darauf setzen oder kandisierte Zitronenschreiben/-zesten. Was dein Herz begeht, und was du gerade zu Hause hast.

  1. Backofen auf 160°C Umluft vorheizen.
  2. Zitrone heiß waschen, trocken reiben und 1 TL abreiben sowie 50 ml Saft (entspricht ca. 2-3 EL) auspressen.
  3. Butter und Kristallzucker sehr cremig schlagen, bis eine schöne feine helle Masse entsteht. Dies dauert sicherlich um die 5 Minuten. Die Butter muss dafür wirklich weich sein, daher am besten am Vorabend oder direkt in der Früh aus dem Kühlschrank nehmen. Anschließend die Eier nacheinander hinzugeben und für jeweils 30 Sekunden unterrühren.
  4. Mehl mit Stärke, Backpulver und Salz vermischen und kurz unter die Buttermasse rühren, sodass alle Zutaten gut vermengt sind.
  5. Ein Backblech mit ca. 25 x 40 cm Größe einfetten und mit Backpapier auslegen. Den Teig gleichmäßig verstreichen und im Backofen auf mittlerer Schiene für ca. 15 Minuten backen. Sobald der Kuchen goldbraun ist, aus dem Ofen nehmen und mit dem Backpapier auf ein Gitter ziehen und auskühlen lassen. Für einen extra zitronigen Geschmack kannst du ihn warm noch mit Zitronensaft beträufeln.
  6. Kuchen auf eine Arbeitsfläche stürzen und das Küchenpapier vorsichtig abziehen. Nun ca. 34 Kreise (ca. 4 cm Durchmesser) ausstechen (falls du keinen runden Ausstecher hast, kannst du auch ein schmales Glas verwenden).
  7. Lemon Curd mit Topfen verrühren und in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen. Auf die Hälfte der runden Küchlein etwas Creme streichen und einen leeren Kuchenkreis darauf setzen. Jeweils einen großen Tupfer Creme auf die Küchlein spritzen.
  8. Die Küchlein anrichten und nach Belieben verzieren. Mit Staubzucker bestreuen, servieren und genießen! 🙂

Die Baiserhauben sind mir von der Pavlova übrig geblieben. Das Rezept dazu findest du in meinen Instagram Stories.

Lemon Curd
4 sehr frische Eier
4 Bio-Zitronen
300 g Zucker
130 g zerlassene Butter

Viele Lemon Curd Rezepte verwenden nur die Eigelbe. Wenn ich keine Eigelb-Reste oder auch keine Verwendung für das Eiweiß habe, dann verwende ich immer die ganzen Eier. Wär ja schade, dass Eiweiß wegzuschmeißen.


  1. Für das Lemon Curd die Schale der Zitronen abreiben und alle auspressen.
  2. Zucker, Butter und Zitronensaft sowie -zeste in eine Schüssel über Wasserbad geben und gut durchrühren. Unter ständigem Rühren (mit einem Schneebesen) nacheinander die Eier hinzugeben. Solange Rühren bis die Masse dicklich wird. Hier nun viel Durchhaltevermögen haben, dies kann rund 20 Minuten dauern.

Das Rezept gibt mehr Lemon Curd her, als du für die Küchlein brauchst. Fülle den Rest in gut verschließbare Gläser, friere es ein oder sterilisiere es im Backofen:
Die Gläser in ein Wasserbad stellen (ohne, dass sie sich berühren), und in den Backofen stellen, auf 120°C aufheizen und die Gläser für rund 35 Minuten im Backofen lassen. Anschließend ausschalten und noch weitere 15 Minuten stehen lassen.


Grazing Platter mit Lemon Curd Küchlein, Bierbrownie, Weihnachtskekse und Baiserhauben.



Bierrisotto mit Kürbis

Die Kürbissaison ist ja leider schon beinahe vorbei, deswegen poste ich euch noch schnell einer meiner Lieblingsrezepte – ein Risotto mit Kürbis und Bier. Außerdem leite ich so meine neue gewonnene Leidenschaft ein, Kochen/Backen mit Bier. Seit geraumer Zeit beschäftige ich mich mit der kulinarischen Seite von Bier – zu welchem Essen passt es bzw. welches Bier passt am Besten als Begleitung zu welchem Essen. Wahre Bierliebhaber, die mehr als nur ein Pils oder Lager wollen, wissen, dass schon lange nicht mehr Wein der ideale Begleiter zu essen ist, sondern auch Bier- besser gesagt Kraftbier.

Ich habe ja das große Glück an der Quelle zu sitzen, da mein Freund bei uns zu Hause Bier braut. So konnte ich in die große Welt der Biere schrittweise eintauchen und viele neue Geschmäcker kennenlernen. Seitdem will ich nicht mehr zurück zum klassischen Lager 😀

Welches Bier du verwendest ist im Prinzip egal, je nachdem in welche Richtung es gehen soll. Ich habe hier ein dunkles Bier verwendet, das etwas herber ist und gut zum Kürbis passt – macht das Essen etwas erdiger. Aber auch ein helles Golden Bitter Ale kann das gewisse Extra liefern.

4 Portionen
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
300 g Kürbisfleisch
Butter oder Öl
250 g Risottoreis
ca. 250 ml dunkles Bier
ca. 1 l Gemüsesuppe
5 Tomaten, getrocknet
60 g Parmesan, gerieben
Salz, Pfeffer

Garnitur:
2 Frühlingszwiebeln
1-2 EL Butter
Kresse oder ähnliches

  1. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein schneiden. Kürbis schälen und in kleine Würfel schneiden. Welchen du verwendest, ist ganz egal. Ich habe dafür einen Butternusskürbis verwendet.
  2. In einen breiten Topf Butter oder Öl erhitzen und die Zwiebelwürfel für mehrere Minuten glasig andünsten. Anschließend Knoblauch und Risottoreis hinzugeben und für 1-2 Minuten anbraten. Mit 150 ml Bier ablöschen. Kürbiswürfel hinzugeben.
  3. Unter ständigem Umrühren und nach und nach je 1 Schöpfer Gemüsesuppe hinzugeben und bei milder Hitze köcheln lassen. Solange bis der Reis gar und sämig ist.
  4. In der Zwischenzeit Frühlingszwiebel samt Grün in größere Stücke schneiden und in Butter kross braten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  5. Kurz vor dem Garende des Risottos klein geschnittene getrocknet Tomaten hinzugeben nach und nach 100 ml Bier hinzugießen und den geriebenen Parmesan unterheben. Nach Geschmack mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  6. Risotto in tiefen Tellern anrichten und mit den Frühlingszwiebeln sowie nach Belieben mit Kresse oder ähnlichem Garnieren.
  7. Dazu das restliche Bier (oder mehr 😉 genießen 🙂

Dazu passt auch sehr gut ein grüner Salat.

Kalter Kürbissalat mit Kürbiskernen und Kürbiskernöl

Ich weiß nicht, ob ich es schon erwähnt habe, aber ich liebe ja Kürbis. Ich kann es kaum erwarten bis die Kürbissaison startet, esse dann soviel Kürbis, dass ich mich bis Ende der Saison (fast) satt esse –  mein absolutes kulinarisches Highlight im Herbst und Winter!

Kürbis lässt sich auch wunderbar als Beilage servieren, nämlich auch roh. Er muss nicht gekocht werden und das feine beim Hokkaido ist, dass ich ihn nicht schälen muss. Also ruckzuck zubereitet und unwiderstehlich gut. 

Abgesehen davon, dass er mit seiner süßen bis nussigen Note viele Gerichte super im Geschmack abrundet ist er auch eine Mineralstoffbombe. Neben Beta-Karotin (Vorstufe von Vitamin A; antioxidative Wirkung) liefert er auch viele Mineralstoffe, wie Kalium (blutdrucksenkende Wirkung), Magnesium (eine Extraportion kann bei Wadenkrämpfe helfen), Calcium (besonders wichtig für Knochen und Zähne) und Eisen (wichtig für Sauerstofftransport). Zudem sättigt er schön anhaltend lange.


Für 2-3 Portionen als Beilage

250 g Hokkaido- Kürbis
1 kl Karotte
ca. 40 g Maroni, gegart
Kürbiskerne, Kürbiskernöl
etwas Kresse 

Dressing:
1 Limette
1 große Prise Zucker
1 EL Apfelessig
1 EL Wasser
etwas süßer Senf
Salz, Pfeffer
1 TL Rapsöl

  1. Für den Salat Kürbis in feine Streifen hobeln, Karotte feinraspeln.
  2. Für das Dressing Saft einer Limette mit Zucker, Apfelessig, Wasser, Senf, Salz, Pfeffer und Rapsöl vermischen. 
  3. Kürbissalat gut mit dem Dressing vermischen, am besten mit den Händen, damit das Gemüse den Saft gut aufnimmt.
  4. Maronis zerkleinern, Kürbiskerne grob hacken. Jeweils die Hälfte unter den Salat mischen und nach Bedarf mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Auf einen großen tiefen Teller anrichten, mit den restlichen Maronistücken/Kürbiskernen bestreuen und mit Kürbiskernöl beträufeln. Zuletzt mit etwas Kresse dekorieren.

Tipp: Verfeinern Sie den Salat noch mit etwas gerösteten Speckwürfel

French Toast mit griechischem Joghurt

Frühstück muss nicht immer gesund sein, Frühstück soll aber immer schmecken. So beginnt der Tag gleich gut 🙂 
Frenchtoast schmeckt auch nicht nur in der Früh, sondern auch als Nachmittagssnack.  

Am schönsten ist es aber mit den Lieblingsmenschen um einen herum 🙂

Dieses leckere Gericht durfte ich auch für Seeberger auf der Food Village zubereiten- so schnell konnte ich gar nicht kochen, waren alle Teller schon weg. Das Rezept findet ihr hier, viel Spaß beim Nachkochen und Schlemmen!

4 Portionen

8 Weißbrot- oder Toastbrotscheiben bzw. Briochetoastscheiben
70 ml Milch
2 Ei
2 Pkg. griech. Joghurt
¼ TL Zimt
3-4 TL Puddingpulver z.B. Vanille
3 EL Zucker
‚1 Prise Salz

Butter oder neutrales Öl zum Herausbacken
Früchte nach Wahl
nach Belieben Ahornsirup
Staubzucker

  1. Milch mit Eier, 2 EL griech. Joghurt, Zimt, Puddingpulver, Zucker und Salz mit einem Schneebesen versprudeln, bis die Masse glatt ist.
  2. Masse in ein tiefes Teller geben und die Brotscheiben auf beiden Seiten eintunken.
  3. In einer Pfanne Butter erhitzen und auf beiden Seiten goldbraun backen.
  4. Fertigen Frenchtoast auf ein Teller legen, etwas Joghurt darauf verstreichen und nochmals eine Scheibe Toast mit Joghurt daraufsetzen. Mit Beeren und Ahornsirup nach Belieben dekorieren. Mit Staubzucker bestreut servieren.

Tipp: Der Frenchtoast schmeckt besonders gut, wenn man ihn nach dem ersten Mal anbraten nochmals in die Eimilch taucht und nochmals goldbraun bratet.

Ein Gaumenschmaus in der Früh, ein Seelenstreichler am Nachmittag

Zwetschken-Ribisel-Kuchen mit Kokos- Sauerrahm Guss

Die letzten Zwetschken und Ribisel der Saison müssen ausgenutzt werden. Eingekocht für Kuchen und meinen Frühstücksmüsli im Winter habe ich schon (immer nur Äpfel wird dann auch mal fad…). Zudem kam Besuch und was gibt es schöneres als Freunde mit Selbstgebackenem zu verwöhnen.

Den Boden selbst habe ich aus einer Mischung von glatten Mehl, Vollkornmehl und Buchweizenmehl zubereitet. Bei Kuchen liebe ich Buchweizen (ich habe ihm sogar einen eigenen Blogeintrag gewidmet – siehe hier), da es einen leicht nussigen Geschmack vergibt und es somit auch mein Nussersatz ist.
Obstkuchen bereite ich besonders gern mit Vollkornmehl zu. Die Gesundheitsgründe stehen hier bei bei mir nicht im Vordergrund (liefert mehr Mineralstoffe, macht länger Satt, unterstützt die Verdauung), sondern mir schmeckt es einfach besser. Gerne kannst du es auch mit nur Vollkorn zubereiten, wobei der Teig so fester wird.

Übrigens, Zwetschken liefern viel Kalium (wichtig für den Transport von Insulin in die Zellen und Herstellung von körpereigenen Protein, blutdrucksenkend) und Vitamin K (besonders wichtig für den Knochenstoffwechsel). Ribisel enthalten viel Vitamin C (stärk Immunsystem), Eisen (wichtig für Sauerstofftransport), Kalium und Mangan (stärkt Bindegewebe, pflegt die Haut und ist an der Produktion von Dopamin (ein Glückshormon) beteiligt).  – Also ein wahrer POWERKUCHEN : )

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Für 1 Blech (30 x 25 cm):

Boden (Topfenteig):
150 g glattes Mehl* + etwas mehr
150 g Vollkornmehl*
90 g Buchweizenmehl
1 Pkg. Backpulver
250 g Magertopfen
6 EL Rapsöl
5 EL Vollmilch
1 Prise Salz
60 g Zucker
2 EL Vanillezucker
1 Ei

Guss:
450 g Sauerrahm
100 g Zucker
4 Eier
1/2 Pkg. Kokos-Puddingpulver**

Außerdem:
400 g Zwetschken
100 g Ribiseln

Staubzucker
Backpapier

* Ob du Weizen- oder Dinkelmehl verwendest, ist ganz egal. Vollkorn ist immer die gesündere Variante, egal ob Weizen oder Dinkel. Roggen wäre auch möglich, dieser braucht aber wiederum mehr Flüssigkeit und der Teig wird kompakter.

** Wenn du keines bekommst, verwende Kokosflocken oder nimm etwas weniger Sauerrahm und dafür Kokosmilch.

  1. Backofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Blech mit Backpapier auslegen – wenn es nicht hält, Öle das Blech davor ein.
  2. Mehle, Backpulver, Topfen, Öl, Milch, Salz, Zucker und Ei zu einem glatten Teig verkneten- entweder mit den Händen oder mit Knethaken. Anschließend entweder mit den Händen in die Blechform drucken oder auf einer bemehlten Arbeitsfläche den Teig mit einem Nudelwalker ausrollen. Anschließend die Form damit auslegen.
  3. Für den Guss Sauerrahm, Zucker, Eier und Puddingpulver zu einer glatten Masse rühren. Guss auf den Teig verteilen.
  4. Zwetschken entkernen und in Speigerl/Spalten schneiden. Auf dem Guss verteilen und zuletzt die Ribisel darauf verstreuen.
  5. Kuchen im Ofen auf mittlerer Schiene für rund 30-40 Minuten backen. Auskühlen lassen.
  6. Vor dem Servieren in Stücke bzw. Würfel schneiden und mit Staubzucker bestreut servieren.
  7. Genießen : )

 

Info: Meine Kuchen sind nie super süß, da ich auch noch das Obst bzw. den natürlichen Geschmack haben möchte. Wenn du Kuchen gerne etwas süßer hättest, dann erhöhe die Zuckermenge.

Tipp: Dieses Rezept kannst du für alle Obstsorten saisonal zubereiten. Es schmeckt einfach immer : )

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PHOTOCREDIT: William Melling, FOODSTYLE: Tina Ganser