Zwetschken Galette

Zwetschken sind einer meiner Lieblingsfrüchte, ich liebe sie frisch, als Marmelade, als Chutney, auf den Salat oder natürlich verbackt im Kuchen. Neulich habe ich diese herrliche Galette gemacht…

Übrigens Zwetschken sind eine wunderbare Quelle für Kalium (wichtig für den Transport von Insulin in die Zellen und Herstellung von körpereigenen Protein, blutdrucksenkend) und Vitamin K (besonders wichtig für den Knochenstoffwechsel). Durch die Zugabe von Vollkorn wird er auch noch ernährungstechnisch aufgepeppt – so liefert er nicht nur mehr Mineralstoffe, sondern hält auch länger satt.

Für den Teig habe ich einen Topfenteig verwendet, dieser ist nicht nur schnell zubereitet, sondern zerfällt auch nicht so leicht wie der Mürbteig. Dann nur mehr die Früchte drauf und fertig ist er : )

Boden (Topfenteig):
50 g Vollkornmehl
70 g Weißmehl
1 Prise Salz
1/2 TL Backpulver
110 g Topfen
70 g kalte Butter, gewürfelt
2 EL kaltes Wasser
1 El Apfelessig

Füllung:
ca. 400 g Zwetschken
je 1 Prise Zimt/Muskatnuss/Kardamom
1-2 EL Honig (je nach Süße der Zwetschken)
1 EL Speisestärke
Saft von 1/2 Limette
1 Zweig Rosmarin
1 Eigelb
Vollrohrzucker & Staubzucker zum Bestreuen

  1. Mehle, Backpulver und Zucker in eine Schüssel geben und verrühren. Topfen und Butter hinzufügen und gut verrühren. 2 EL kaltes Wasser und Apfelessig dazugeben. Solange kneten, bis ein glatter Teig entsteht. Den Teig etwa 30 Minuten kalt stellen.
  2. Den Ofen auf 220°C Ober/Unterhitze vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen. 
  3. Zwetschken waschen, entkernen und in „Speigerl“ schneiden. Mit Honig, Speisestärke und Limettensaft verrühren.
  4. Teig zu einem Kreis ausrollen, sollte ca. 5 mm dick sein. Füllung in die Mitte des Kreises geben, sodass ein Rand von ca. 5 cm bleibt. Die Ränder einschlagen und mit verquirltem Eigelb verstreichen. Die Ränder mit Vollrohrzucker bestreuen. Auf die Füllung einen Zweig Rosmarin geben.
  5. Im Ofen für rund 15-20 Minuten backen.
  6. Aus dem Ofen holen, etwas abkühlen lassen und mit reichlich Staubzucker bestreut servieren.

    Tipp: Schmeckt wunderbar mit einer Kugel Vanille- oder Mohneis. Oder/Und Schlagobers 😉
Galette im Sonnenbad 😀

Culinary Vietnam

Anfang Juli 2019 war ich für 2 Wochen in Vietnam und habe die Kulinarik dort nur so aufgesaugt 😀 Eines war mir ja sofort klar: das werden 2 Wochen purerGaumenschmaus – und ich lag richtig. Jeden Tag war eine neue Geschmacksexplosion.

In Hanoi haben wir gleich am 2. Tag einen Kochkurs gemacht, nämlich bei Rose Kitchen – kann ich nur empfehlen!

Gestartet haben wir am Markt – ein Erlebnis pur. Von traumhaften frischen Gemüseständen (von der Variation können wir hier nur träumen), über Reisständen (mit bis zu 10 verschiedenen Reissorten) bis hin zu lebenden Tieren und Fischen/Meeresfrüchten (bei Fischen/Meeresfrüchten sind wir das ja gewohnt, aber bei den Hühnern wurde mir schon etwas anders. Alle eingepfercht in einem super kleinen Käfig, die konnte sich keinen Millimeter bewegen und konnten direkt 1. Reihe zusehen wie deren Mitinsassen getötet wurden). Übrigens, vietnamesisches Essen ist super fleischlastig – ich muss sagen, ich habe mir mehr Vegetarisches erwartet.

Banananflower mit den „Minibanen“ (in gelb), woraus die Bananen entstehen.
In Vietnam habe ich meine Liebe zur Dragonfruit entdeckt

Dann ging es zu Fuß zur Küche, diese lag in einem sehr schönen Haus mit einen wunderschönen Innenhof.

Unsere Kochkursleiterin war super nett und hatte viel Witz und Charme. Den Kochkurs hatten wir gemeinsam mit 2 Südkoreanern – zwei junge Studenten, die eigentlich nicht kochen können, aber in den Urlauben immer wieder mal Kochkurse machten. Fand ich super spannend 😀

Zubereitet haben wir folgendes:
Nộm Hoa Chuối (Banana Flower Salad)
Nem Cuốn (Fresh Spring Rolls)
Bún Chả (Vietnamese Grilled Pork With Rice Vermicelli Noodles)
Café Trứng (Vietnamese Egg Coffee)

Nộm Hoa Chuối

Der Banana Flower Salad hat mich besonders fasziniert, da ich auch noch nie davon gehört habe. Die weißen Julienne Streifen sind die Banana Flower. Der Geschmack ist eher neutral. Aber gemeinsam mit all den anderen Zutaten und Dressing ein Traum. Übrigens, was mich ein wenig überrascht hat, ist die Menge an Zucker die verwendet wird. Meist gleiche Menge als als die anderen Zutaten (bei dem Dressing sogar 1:1:3 – 1 EL Fischsoße, 2 EL Limettensaft und 3 EL Zucker. Als Ernährungswissenschafterin hab ich die mal kurz einen Schock bekommen 😀 Aber geschmeckt hat es wunderbar als Gegenkomponente zur Fischsoße).

Nem Cuốn
Nem Cuốn –
perfekt für heiße Tage und super schnell und einfach zuzubereiten

Bún Chả ist eines meiner absoluten Lieblingsspeisen in Vietnam. Ein herrlich mariniertes Pork Belly (natürlich wieder mit viel Zucker (diesmal Melasse) und Fischsoße). Gegessen wird es mit einer Art Suppe/Dipping Sauce, viel frischen Kräuter (ich liebe Koriander und Vietnamese Basil) sowie Reisnudeln. Ich habe mich beim ersten Bissen sofort verliebt 😀

So wird dann Bun Cha gegessen…
Nudeln und Kräuter in die Dipping Sauce, anschließend auf einen Löffel geben und Pork Belly darauf platzieren und ab damit in den Mund 😀

Auf dem Weg retour von Sa Pa (im Norden von Vietnam) haben wir einen 7-stündigen Aufenthalt in Hanoi gehabt bis unser Nachtzug weiter in den Süden ging. Was tun, wenn man die Stadt schon gesehen hat? Genau, einen weiteren Kochkurs belegen

In Sa Pa haben wir übrigens eine 2- tägige Tour mit einen uns empfohlenen Tourguide Shosho gemacht – kann ich ebenso nur weiterempfehlen. Mittagessen am 1. Tag gab es direkt bei ihr zu Hause, ihre Familie hat für uns gekocht. Auch das war eines der besten Mahlzeiten, die wir hatten.

Aber zurück zum 2. Kochkurs. Diesen haben wir bei Apron Up Cooking Class gemacht. War auch super toll, aber ich muss gestehen, der bei Rose Kitchen hat mir aufgrund der Atmosphäre etwas besser gefallen.
Diesmal habe ich leider nicht mehr so viele Fotos gemacht… Da wir den Kurs nur ein paar Stunden vor Start gebucht haben und ansonsten niemand teilnahm, hatten wir sozusagen einen Privatkurs. Auch nicht schlecht 🙂 Auch dieser Kurs hat wieder am Markt begonnen… wieder unglaublich beeindruckend.

Diesmal haben wir folgendes gekocht:
Phở (Vietnamese Soup)
Salad Đu Đủ Xanh Bò Khô (Green Papaya Salad)
Nem Rán (Fried Spring Rolls)
Bún Chả – war interessant ein anderes Rezept kennenzulernen
Café Trứng (Vietnamese Egg Coffee)

Alles war wieder ein Traum, ich habe mich mal wieder erneut in das Vietnamesische Essen verliebt.

Was für ein Feast!! : )

Phở ist ja auch schon bei uns angekommen, aber dennoch hat es mich sehr überrascht, insbesondere die Zutaten und Zubereitung. Zuerst wurden die Zwiebeln und Ingwer über einer Flamme kurz geröstet und dann erst geschält in die Suppe gegeben. Hinzu kamen Koriandersamen, Zimtstangen, Kardamom und Sternanis. Obwohl wir es nur maximal 45 Minuten köcheln haben lassen, war es voller Geschmack und richtig gut.

Egg Coffe
Eigelb wird mit viel Zucker für rund 10 Minuten richtig cremig geschlagen. Dann kommt zuerst starker vietnamesischer schwarzer Kaffee in die Tasse und zuletzt die Eigelbmasse. Es ist weniger ein Kaffee als Dessert – ich war ein wenig skeptisch, aber es war ein Traum

Ich freue mich jetzt schon all die Rezepte zu Hause auszuprobieren. Wenn du neugierig geworden bist, folge mir auf Instagram

Vietnam war nicht nur kulinarisch sondern auch landschaftlich ein Traum. Die Vietnamesen sind alle super super freundlich. Indien war mein 1. asiatisches Land und dort wollten sie uns fast jeden 2. Tag übers Ohr hauen, daran musste ich mich zuerst gewöhnen, dass Vietnam ganz anders tickt und sie es wirklich ernst und freundlich mit einem meinen.

Essen in unserem Homestay „Diep Le“
unten Vietnamese Pancakes (sooo gut)
Vietnamese Coffee
super stark, aber super guter Geschmack (nach Vanille und/oder Kardamom)
Fried Red Snapper mit Mango Salad
Coconut Coffee am Strand von Hoi An
Dragonfruit to go

Nicht vom Streetfood zurückschrecken – es ist unglaublich, was die Vietnamesen in so einer kleinen Küche zaubern können. Ich träume noch immer davon!

Seafood Feast

Pfeffer

Pfeffer, der König der Gewürze, ist eines der ältesten und beliebtesten Würzmittel. Die Variation ist breit, von weißen Pfefferkörnern über grüne bis hin zu langen Pfeffer. Die gängigsten Sorten sind schwarz, weiß, rot und grün (der gemischte Pfeffer). 

Wirkung:

Seit Langem ist bekannt, dass Pfeffer den Appetit anregt und die Verdauung fördert. Er steigert die Speichelproduktion und die Bildung von Verdauungssäften. Dennoch wird er in der europäischen Heilkunde nicht verwendet. Es gibt zwar viele wissenschaftliche Studien zur Wirkung von Pfeffer (z.B. antibakteriell, entzündungshemmend, Verbesserung der Entgiftungskapazität der Leber), aber diese wurden bisher nur an Tieren getestet. 

Gewusst:

Rosa Pfefferbeeren ist kein richtiger Pfeffer, sondern Beeren des Schimus-Baums (Familie: Schumachgewächse). In der südamerikanischen Heimat werden sie fast ausschließlich als Heilmittel verwendet: gegen Erkältungen, Grippe und Atemwegserkrankungen.

Im Osten Afrikas glaubt man, dass der Verzehr von großen Mengen Pfeffer Auswirkungen auf den Körpergeruch hat und somit Moskitos fernhält.

Geschmackskombinationen und Gerichte:

Schwarze Pfefferkörner haben einen ganz besonderen erdig-aromatischen Duft, sie schmecken scharf und aromatisch. 

Das Aroma weißer Pfefferkörner ist etwas milder und nicht so scharf. 

Obwohl die grünen Pfefferkörner einen feinen Geschmack haben, sind sie aber genauso scharf wie der schwarze Pfeffer, doch das Aroma ist weniger ausgesprägt. 

Trotz des erdigen Geschmacks ist Pfeffer auch für Süßspeisen bekannt. So kommt es in größeren Mengen in Früchtebrot oder Lebkuchen vor. Probieren Sie doch mal einen Obstsalat mit etwas frisch geriebenen Pfeffer. Dies gibt zum Beispiel der flambierten Ananas oder Erdbeeren noch das gewisse Etwas. 

Holunder

Der Holunder – oder wie wir ihn auch nennen „Holler“- zählt zu den ältesten Heilpflanzen der Menschheit. Wenn die Holunderblüten ihren süßlichen Duft verbreiten, dann wissen wir das Sommer beinahe da ist. Wenn sich die schwarzen Beeren zeigen, dann wird meist der Herbst eingeläutet. 

Wirkung:

Die wichtigsten Inhaltsstoffe des Holunders sind: ätherisches Öl, Flavonoide, Kaffeesäurederivate, Gerbstoffe und Schleimstoffe. In erster Linie werden die Blüten verwendet, nämlich meist in Form von Tee. Diese helfen vor allem gegen Infektionen der oberen Atemwege und wirken fiebersenkend. Die Flavonoide sind die wirksamsten Kämpfer gegen Viren und Bakterien.

Gewusst:

Erhitzen Sie die Beeren vor der Verwendung, denn roh können Sie zu Bauchkrämpfe und Durchfall führen. 

Geschmackskombination und Gerichte:

Die Blüten haben einen angenehmen süßen Geschmack, wohin gegen die Beeren etwas herb und bitter schmecken.

Aus den frischen Blüten lässt sich besonders einfach der beliebte Sirup herstellen. Oder sie werden in Palatschinkenteig getaucht und heuausgebacken (Holler-Schöberl).

Aus den Beeren, die erst im Herbst geerntet werden, lässt sich wunderbar Gelee, Marmelade oder auch Chutneys zubereiten. Zudem können Sie die Beeren auch entsaften, aufgekocht mit etwas Honig (konserviert und wirkt bakterizid) und heiß in Flaschen gefüllt, hält er sich für einen längeren Zeitraum und Sie sind für die kalte Jahreszeit gerüstet. Achtung, auch hier die Beeren vorher kurz aufkochen. 


Ingwer

Im botanischen Sinn ist Ingwer keine Wurzel, sondern ein Rhizom- so nennt man den Wurzelstock aus unterirdischen knolligen Trieben, sie sich in die Erde graben. Sie ist mit der Kurkuma und dem Galgant verwandt. 

Die Schärfe der Ingwerwurzel hat einen ähnlichen Biss wie die Chilischoten und wärmt ebenso von innen. 

Wirkung

Ingwer wirkt appetitanregend und fördert die Verdauung. Besonders wirksam ist er gegen Übelkeit und Neigung zu Erbrechen sowie typische Reisekrankheit-Symptome. In der chinesischen Medizin gilt die Wurzel als schweißtreibend, schleimlösend und hustenstillend. Zudem hat Ingwer eine antibakterielle Wirkung und der klassische Ingwer-Zitronen-Tee ist besonders gut bei Erkältungen. Weiters wird der Kreislauf angeregt und wärmt an besonders kalten Tagen von innen.

Zudem enthält Ingwer viele wertvolle Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Phosphor, Magnesium und Eisen. 

Gewusst 

Ingwer war im Mittelalter hierzulande weit verbreitet, nämlich als „Pfeffer der armen Leute“, da sich echten Pfeffer nur die Oberschicht leisten konnte.

Geschmacksexplosionen

Ingwer hat einen speziellen fruchtigen und gleichzeitig scharfen Geschmack.

Die Schärfe ist zwar sehr dominant, dennoch lässt es sich wunderbar mit anderen Aromen sehr gut verbinden, weil sie diese unterstützt. Besonders gut harmoniert er mit Basilikum, Chili, Limetten und Zitronen, Zitronengras und Koriandergrün.

Frischer Ingwer wird entweder in Scheiben geschnitten, gehackt oder gerieben verwendet. Ingwerscheiben gibt man in (Fleisch-/Fisch-) Marinaden oder gibt sie zum Garen hinzu und gibt sie beim Essen wieder beiseite. Probieren Sie doch mal eine Karotten-Ingwer-Suppe oder frisch gerieben in Kompotts oder Marmeladen (z.B. Marillen-Ingwer-Marmelade).

Lagerung


Die frische Wurzel wird am besten eingewickelt in Butterpapier im Kühlschrank gelagert. Je länger sie gelagert wird, desto mehr Scharfstoffe gehen verloren. Das Pulver, das weitaus weniger intensiv ist als die frische Wurzel, luftdicht in verschlossene Gläser. 

Gute Qualität der Wurzel erkennt man daran, dass sie bei leichtem Druck nachgibt und eine mattglänzende, unversehrte Schale hat.


Perfekt wenn die Erkältungsviren wieder im Umlauf sind

Galgant

Galgant ist nach dem Mittelalter für lange Zeit leider in Vergessenheit geraten und meist wird sein bekannterer Bruder der Ingwer verwendet. Mit seinem pfeffrigen Geschmack ist er dem Pfeffer sehr ähnlich und nachdem dieser leitbar wurde, wurde Galgant noch weniger verwendet. Doch Galgant kommt wieder in Mode und es ist ein wahres Heilmittel!

Galgant gibt es sowohl als frische Wurzel, als getrocknete Wurzel und als Pulver (am gängigsten bei uns). 

Galgant ist aus den Küchen Chinas, Südostasien und Thailands nie verschwunden und wird gerne anstatt Ingwer verwendet, so wird es auch „Thai-Ingwer“ genannt. So würzt er die thailändische rote und grüne Currypaste. 

Das Pulver indessen in der marokkanischen Gewürzmischung „Ras-el-Hanout“ vor. 

Wirkung

Die Scharfstoffe regen wie beim Ingwer die Durchblutung an und wärmt von innen. Zudem wirkt Galgant entzündungshemmend. Die ätherischen Öle enthalten gesunde Bitterstoffe, die gut für die Gallenblase sind und sich positiv auf die Verdauung auswirken. Zudem ist er in Arzneimittel gegen Übelkeit, Blähungen, Magenbeschwerden und Schnupfen.

Gewusst
Galgant wirkt anregend auf die Gebärmutter, daher sollten Schwangere darauf verzichten.
Frischen Galgant erhalten Sie in Asia-Läden und gut sortierten Gemüsehändlern. Das Pulver ist meist in Bio-Supermärkte erhältlich.

Geschmacksexplosionen

Galgant schmeckt ähnlich wie Ingwer ist aber süßlich-bitter. Die Schärfe ist aber ingesamt etwas milder. Galgantpulver passt gut zu Käse, Fleisch und herzhaften Festtagsbraten. In Südostasien wird er zu Gerichten mit Meeresfrüchten und Huhn verwendet. 

Genauso wie Ingwer und Pfeffer eignet sich Galgant für Süßspeisen. Probieren Sie doch mal einen Vanille-Kurkuma-Latte mit einem Hauch Galgant. Oder Sie kochen einen aromatischen Tee mit frischen Galgant. Am liebsten mag ich es auf einem Brot mit Weichkäse – mmmmh 🙂

Lagerung

Die frische Wurzel wird am besten eingewickelt in Butterpapier im Kühlschrank gelagert. Je länger sie gelagert wird, desto mehr Scharfstoffe gehen verloren. Das Pulver, das weitaus weniger intensiv ist als die frische Wurzel, luftdicht in verschlossene Gläser. 


Kurkuma

Die gesunden Knollen: Kurkuma und Ingwer

Kurkuma bzw. Gelbwurz ist das Trend-Gewürz schlecht hin. Es macht nicht nur die Milch golden, sondern in der indischen Heilkunst Ayurveda wird das Gewürz schon seit Jahrtausenden geschätzt.

Ich habe die Wurzel für euch in den Faktencheck genommen. Kann es wirklich so viel, wie versprochen wird? Übrigens, es ist das wissenschaftlich beste erforschte Eigengewürz.

Meist komm Kurkuma bei uns in vermahlener Form vor, in ausgewählten Geschäften ist jedoch auch die Wurzel erhältlich.

Im Gesundheitscheck

Die Wurzel regt nicht nur den Appetit an, sondern unterstützt auch die Verdauung positiv. So können Blähungen und Magenverstimmungen, insbesondere bei fettigen Mahlzeiten, vorgebeugt werden. In der kalten Jahreszeit kann es vor Erkältungen schützen. Denn die enthaltenen Inhaltstoffe wirken entzündungshemmend und antioxidativ. Zudem hilft es bei Gallenleiden, erhöht die Produktion von Gallensaft und hilft bei gestörter Fettverdauung. Kurkuma- ein wahres Superfood! 

Inhaltsstoff Curcumin

Der für den Körper wertvolle Inhaltsstoff Curcumin wird schnell abgebaut, daher sollte das Gewürz über den Tag verteilt zu sich genommen werden (z.B. in der Früh im Porridge und nachmittags einen Kurkuma-Latte). Zudem wird Curcumin in Verbindung mit Piperin (in schwarzen und weißen Pfeffer) besser aufgenommen, da reicht schon eine Prise. So kommt in mein Frühstücksmüsli mit Kurkuma immer eine Prise Pfeffer hinzu.

Lagerung

Die frische Wurzel wird am besten -wie die Ingwerwurzel- eingewickelt in Butterpapier im Kühlschrank gelagert. Das Aroma und die kräftige Farbe des Kurkuma-Pulver verblasst rasch, daher möglichst zügig verwenden und in luftdicht verschlossene Gläser kühl und dunkel lagern (alle Gewürze sollten dunkel gelagert werden).

Das Gewürz eignet sich auch bestens als natürliches Farbmittel, nicht nur für Eier

Geschmacksexplosionen

Kurkuma passt trotz des mildwürzigen und leicht-erdigen Geschmacks wunderbar zu Süßen, wie Honig, Vanille oder Mango. Probier doch einmal einen Mango-Lassi mit Honig und Kurkuma.

Quellen:
Der Brockhaus Ernährung, 4. Vollständig überarbeitete Auflage, München: F.A. Brockhaus 2011

Fotos: pixabay



Lemon Curd Küchlein

Gibt dir das Leben Zitronen, mach Limoncello daraus. Doch gib dir das Leben zu viele Eigelbe (als Überbleibsel von Meringue/Baiser) und im Idealfall noch Zitronen, dann mach unbedingt Lemon Curd daraus. Ich liebe es!
1. ist eine super Resteverwertung,
2. Lemon Meringue Pie ist eines meiner Lieblingskuchen und
3. schmeckt Lemon Curd auch köstlich auf dem Brot oder im Joghurt.

Zu diesem Rezept habe ich mich vom Frischgekocht Magazin inspirieren lassen.

für ca. 17 Küchlein

Teig:
1 Bio-Zitrone
125 g Butter, sehr weich(!)
110 g Zucker
2 Eier
60 g Mehl
50 g Speisestärke, z.B. Kartoffelstärke oder Maizena
1/2 Pkg. Backpulver
1 Prise Salz

Füllung:
100 g Lemon Curd
120 g Magertopfen


Verzierungen nach Belieben, ich hatte noch kleine Meringuehauben zu Hause. Du kannst aber auch kleine Schokokugeln darauf setzen oder kandisierte Zitronenschreiben/-zesten. Was dein Herz begeht, und was du gerade zu Hause hast.

  1. Backofen auf 160°C Umluft vorheizen.
  2. Zitrone heiß waschen, trocken reiben und 1 TL abreiben sowie 50 ml Saft (entspricht ca. 2-3 EL) auspressen.
  3. Butter und Kristallzucker sehr cremig schlagen, bis eine schöne feine helle Masse entsteht. Dies dauert sicherlich um die 5 Minuten. Die Butter muss dafür wirklich weich sein, daher am besten am Vorabend oder direkt in der Früh aus dem Kühlschrank nehmen. Anschließend die Eier nacheinander hinzugeben und für jeweils 30 Sekunden unterrühren.
  4. Mehl mit Stärke, Backpulver und Salz vermischen und kurz unter die Buttermasse rühren, sodass alle Zutaten gut vermengt sind.
  5. Ein Backblech mit ca. 25 x 40 cm Größe einfetten und mit Backpapier auslegen. Den Teig gleichmäßig verstreichen und im Backofen auf mittlerer Schiene für ca. 15 Minuten backen. Sobald der Kuchen goldbraun ist, aus dem Ofen nehmen und mit dem Backpapier auf ein Gitter ziehen und auskühlen lassen. Für einen extra zitronigen Geschmack kannst du ihn warm noch mit Zitronensaft beträufeln.
  6. Kuchen auf eine Arbeitsfläche stürzen und das Küchenpapier vorsichtig abziehen. Nun ca. 34 Kreise (ca. 4 cm Durchmesser) ausstechen (falls du keinen runden Ausstecher hast, kannst du auch ein schmales Glas verwenden).
  7. Lemon Curd mit Topfen verrühren und in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen. Auf die Hälfte der runden Küchlein etwas Creme streichen und einen leeren Kuchenkreis darauf setzen. Jeweils einen großen Tupfer Creme auf die Küchlein spritzen.
  8. Die Küchlein anrichten und nach Belieben verzieren. Mit Staubzucker bestreuen, servieren und genießen! 🙂

Die Baiserhauben sind mir von der Pavlova übrig geblieben. Das Rezept dazu findest du in meinen Instagram Stories.

Lemon Curd
4 sehr frische Eier
4 Bio-Zitronen
300 g Zucker
130 g zerlassene Butter

Viele Lemon Curd Rezepte verwenden nur die Eigelbe. Wenn ich keine Eigelb-Reste oder auch keine Verwendung für das Eiweiß habe, dann verwende ich immer die ganzen Eier. Wär ja schade, dass Eiweiß wegzuschmeißen.


  1. Für das Lemon Curd die Schale der Zitronen abreiben und alle auspressen.
  2. Zucker, Butter und Zitronensaft sowie -zeste in eine Schüssel über Wasserbad geben und gut durchrühren. Unter ständigem Rühren (mit einem Schneebesen) nacheinander die Eier hinzugeben. Solange Rühren bis die Masse dicklich wird. Hier nun viel Durchhaltevermögen haben, dies kann rund 20 Minuten dauern.

Das Rezept gibt mehr Lemon Curd her, als du für die Küchlein brauchst. Fülle den Rest in gut verschließbare Gläser, friere es ein oder sterilisiere es im Backofen:
Die Gläser in ein Wasserbad stellen (ohne, dass sie sich berühren), und in den Backofen stellen, auf 120°C aufheizen und die Gläser für rund 35 Minuten im Backofen lassen. Anschließend ausschalten und noch weitere 15 Minuten stehen lassen.


Grazing Platter mit Lemon Curd Küchlein, Bierbrownie, Weihnachtskekse und Baiserhauben.



Bierrisotto mit Kürbis

Die Kürbissaison ist ja leider schon beinahe vorbei, deswegen poste ich euch noch schnell einer meiner Lieblingsrezepte – ein Risotto mit Kürbis und Bier. Außerdem leite ich so meine neue gewonnene Leidenschaft ein, Kochen/Backen mit Bier. Seit geraumer Zeit beschäftige ich mich mit der kulinarischen Seite von Bier – zu welchem Essen passt es bzw. welches Bier passt am Besten als Begleitung zu welchem Essen. Wahre Bierliebhaber, die mehr als nur ein Pils oder Lager wollen, wissen, dass schon lange nicht mehr Wein der ideale Begleiter zu essen ist, sondern auch Bier- besser gesagt Kraftbier.

Ich habe ja das große Glück an der Quelle zu sitzen, da mein Freund bei uns zu Hause Bier braut. So konnte ich in die große Welt der Biere schrittweise eintauchen und viele neue Geschmäcker kennenlernen. Seitdem will ich nicht mehr zurück zum klassischen Lager 😀

Welches Bier du verwendest ist im Prinzip egal, je nachdem in welche Richtung es gehen soll. Ich habe hier ein dunkles Bier verwendet, das etwas herber ist und gut zum Kürbis passt – macht das Essen etwas erdiger. Aber auch ein helles Golden Bitter Ale kann das gewisse Extra liefern.

4 Portionen
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
300 g Kürbisfleisch
Butter oder Öl
250 g Risottoreis
ca. 250 ml dunkles Bier
ca. 1 l Gemüsesuppe
5 Tomaten, getrocknet
60 g Parmesan, gerieben
Salz, Pfeffer

Garnitur:
2 Frühlingszwiebeln
1-2 EL Butter
Kresse oder ähnliches

  1. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein schneiden. Kürbis schälen und in kleine Würfel schneiden. Welchen du verwendest, ist ganz egal. Ich habe dafür einen Butternusskürbis verwendet.
  2. In einen breiten Topf Butter oder Öl erhitzen und die Zwiebelwürfel für mehrere Minuten glasig andünsten. Anschließend Knoblauch und Risottoreis hinzugeben und für 1-2 Minuten anbraten. Mit 150 ml Bier ablöschen. Kürbiswürfel hinzugeben.
  3. Unter ständigem Umrühren und nach und nach je 1 Schöpfer Gemüsesuppe hinzugeben und bei milder Hitze köcheln lassen. Solange bis der Reis gar und sämig ist.
  4. In der Zwischenzeit Frühlingszwiebel samt Grün in größere Stücke schneiden und in Butter kross braten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  5. Kurz vor dem Garende des Risottos klein geschnittene getrocknet Tomaten hinzugeben nach und nach 100 ml Bier hinzugießen und den geriebenen Parmesan unterheben. Nach Geschmack mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  6. Risotto in tiefen Tellern anrichten und mit den Frühlingszwiebeln sowie nach Belieben mit Kresse oder ähnlichem Garnieren.
  7. Dazu das restliche Bier (oder mehr 😉 genießen 🙂

Dazu passt auch sehr gut ein grüner Salat.

Kalter Kürbissalat mit Kürbiskernen und Kürbiskernöl

Ich weiß nicht, ob ich es schon erwähnt habe, aber ich liebe ja Kürbis. Ich kann es kaum erwarten bis die Kürbissaison startet, esse dann soviel Kürbis, dass ich mich bis Ende der Saison (fast) satt esse –  mein absolutes kulinarisches Highlight im Herbst und Winter!

Kürbis lässt sich auch wunderbar als Beilage servieren, nämlich auch roh. Er muss nicht gekocht werden und das feine beim Hokkaido ist, dass ich ihn nicht schälen muss. Also ruckzuck zubereitet und unwiderstehlich gut. 

Abgesehen davon, dass er mit seiner süßen bis nussigen Note viele Gerichte super im Geschmack abrundet ist er auch eine Mineralstoffbombe. Neben Beta-Karotin (Vorstufe von Vitamin A; antioxidative Wirkung) liefert er auch viele Mineralstoffe, wie Kalium (blutdrucksenkende Wirkung), Magnesium (eine Extraportion kann bei Wadenkrämpfe helfen), Calcium (besonders wichtig für Knochen und Zähne) und Eisen (wichtig für Sauerstofftransport). Zudem sättigt er schön anhaltend lange.


Für 2-3 Portionen als Beilage

250 g Hokkaido- Kürbis
1 kl Karotte
ca. 40 g Maroni, gegart
Kürbiskerne, Kürbiskernöl
etwas Kresse 

Dressing:
1 Limette
1 große Prise Zucker
1 EL Apfelessig
1 EL Wasser
etwas süßer Senf
Salz, Pfeffer
1 TL Rapsöl

  1. Für den Salat Kürbis in feine Streifen hobeln, Karotte feinraspeln.
  2. Für das Dressing Saft einer Limette mit Zucker, Apfelessig, Wasser, Senf, Salz, Pfeffer und Rapsöl vermischen. 
  3. Kürbissalat gut mit dem Dressing vermischen, am besten mit den Händen, damit das Gemüse den Saft gut aufnimmt.
  4. Maronis zerkleinern, Kürbiskerne grob hacken. Jeweils die Hälfte unter den Salat mischen und nach Bedarf mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Auf einen großen tiefen Teller anrichten, mit den restlichen Maronistücken/Kürbiskernen bestreuen und mit Kürbiskernöl beträufeln. Zuletzt mit etwas Kresse dekorieren.

Tipp: Verfeinern Sie den Salat noch mit etwas gerösteten Speckwürfel