Culinary Vietnam

Anfang Juli 2019 war ich für 2 Wochen in Vietnam und habe die Kulinarik dort nur so aufgesaugt 😀 Eines war mir ja sofort klar: das werden 2 Wochen purerGaumenschmaus – und ich lag richtig. Jeden Tag war eine neue Geschmacksexplosion.

In Hanoi haben wir gleich am 2. Tag einen Kochkurs gemacht, nämlich bei Rose Kitchen – kann ich nur empfehlen!

Gestartet haben wir am Markt – ein Erlebnis pur. Von traumhaften frischen Gemüseständen (von der Variation können wir hier nur träumen), über Reisständen (mit bis zu 10 verschiedenen Reissorten) bis hin zu lebenden Tieren und Fischen/Meeresfrüchten (bei Fischen/Meeresfrüchten sind wir das ja gewohnt, aber bei den Hühnern wurde mir schon etwas anders. Alle eingepfercht in einem super kleinen Käfig, die konnte sich keinen Millimeter bewegen und konnten direkt 1. Reihe zusehen wie deren Mitinsassen getötet wurden). Übrigens, vietnamesisches Essen ist super fleischlastig – ich muss sagen, ich habe mir mehr Vegetarisches erwartet.

Banananflower mit den „Minibanen“ (in gelb), woraus die Bananen entstehen.
In Vietnam habe ich meine Liebe zur Dragonfruit entdeckt

Dann ging es zu Fuß zur Küche, diese lag in einem sehr schönen Haus mit einen wunderschönen Innenhof.

Unsere Kochkursleiterin war super nett und hatte viel Witz und Charme. Den Kochkurs hatten wir gemeinsam mit 2 Südkoreanern – zwei junge Studenten, die eigentlich nicht kochen können, aber in den Urlauben immer wieder mal Kochkurse machten. Fand ich super spannend 😀

Zubereitet haben wir folgendes:
Nộm Hoa Chuối (Banana Flower Salad)
Nem Cuốn (Fresh Spring Rolls)
Bún Chả (Vietnamese Grilled Pork With Rice Vermicelli Noodles)
Café Trứng (Vietnamese Egg Coffee)

Nộm Hoa Chuối

Der Banana Flower Salad hat mich besonders fasziniert, da ich auch noch nie davon gehört habe. Die weißen Julienne Streifen sind die Banana Flower. Der Geschmack ist eher neutral. Aber gemeinsam mit all den anderen Zutaten und Dressing ein Traum. Übrigens, was mich ein wenig überrascht hat, ist die Menge an Zucker die verwendet wird. Meist gleiche Menge als als die anderen Zutaten (bei dem Dressing sogar 1:1:3 – 1 EL Fischsoße, 2 EL Limettensaft und 3 EL Zucker. Als Ernährungswissenschafterin hab ich die mal kurz einen Schock bekommen 😀 Aber geschmeckt hat es wunderbar als Gegenkomponente zur Fischsoße).

Nem Cuốn
Nem Cuốn –
perfekt für heiße Tage und super schnell und einfach zuzubereiten

Bún Chả ist eines meiner absoluten Lieblingsspeisen in Vietnam. Ein herrlich mariniertes Pork Belly (natürlich wieder mit viel Zucker (diesmal Melasse) und Fischsoße). Gegessen wird es mit einer Art Suppe/Dipping Sauce, viel frischen Kräuter (ich liebe Koriander und Vietnamese Basil) sowie Reisnudeln. Ich habe mich beim ersten Bissen sofort verliebt 😀

So wird dann Bun Cha gegessen…
Nudeln und Kräuter in die Dipping Sauce, anschließend auf einen Löffel geben und Pork Belly darauf platzieren und ab damit in den Mund 😀

Auf dem Weg retour von Sa Pa (im Norden von Vietnam) haben wir einen 7-stündigen Aufenthalt in Hanoi gehabt bis unser Nachtzug weiter in den Süden ging. Was tun, wenn man die Stadt schon gesehen hat? Genau, einen weiteren Kochkurs belegen

In Sa Pa haben wir übrigens eine 2- tägige Tour mit einen uns empfohlenen Tourguide Shosho gemacht – kann ich ebenso nur weiterempfehlen. Mittagessen am 1. Tag gab es direkt bei ihr zu Hause, ihre Familie hat für uns gekocht. Auch das war eines der besten Mahlzeiten, die wir hatten.

Aber zurück zum 2. Kochkurs. Diesen haben wir bei Apron Up Cooking Class gemacht. War auch super toll, aber ich muss gestehen, der bei Rose Kitchen hat mir aufgrund der Atmosphäre etwas besser gefallen.
Diesmal habe ich leider nicht mehr so viele Fotos gemacht… Da wir den Kurs nur ein paar Stunden vor Start gebucht haben und ansonsten niemand teilnahm, hatten wir sozusagen einen Privatkurs. Auch nicht schlecht 🙂 Auch dieser Kurs hat wieder am Markt begonnen… wieder unglaublich beeindruckend.

Diesmal haben wir folgendes gekocht:
Phở (Vietnamese Soup)
Salad Đu Đủ Xanh Bò Khô (Green Papaya Salad)
Nem Rán (Fried Spring Rolls)
Bún Chả – war interessant ein anderes Rezept kennenzulernen
Café Trứng (Vietnamese Egg Coffee)

Alles war wieder ein Traum, ich habe mich mal wieder erneut in das Vietnamesische Essen verliebt.

Was für ein Feast!! : )

Phở ist ja auch schon bei uns angekommen, aber dennoch hat es mich sehr überrascht, insbesondere die Zutaten und Zubereitung. Zuerst wurden die Zwiebeln und Ingwer über einer Flamme kurz geröstet und dann erst geschält in die Suppe gegeben. Hinzu kamen Koriandersamen, Zimtstangen, Kardamom und Sternanis. Obwohl wir es nur maximal 45 Minuten köcheln haben lassen, war es voller Geschmack und richtig gut.

Egg Coffe
Eigelb wird mit viel Zucker für rund 10 Minuten richtig cremig geschlagen. Dann kommt zuerst starker vietnamesischer schwarzer Kaffee in die Tasse und zuletzt die Eigelbmasse. Es ist weniger ein Kaffee als Dessert – ich war ein wenig skeptisch, aber es war ein Traum

Ich freue mich jetzt schon all die Rezepte zu Hause auszuprobieren. Wenn du neugierig geworden bist, folge mir auf Instagram

Vietnam war nicht nur kulinarisch sondern auch landschaftlich ein Traum. Die Vietnamesen sind alle super super freundlich. Indien war mein 1. asiatisches Land und dort wollten sie uns fast jeden 2. Tag übers Ohr hauen, daran musste ich mich zuerst gewöhnen, dass Vietnam ganz anders tickt und sie es wirklich ernst und freundlich mit einem meinen.

Essen in unserem Homestay „Diep Le“
unten Vietnamese Pancakes (sooo gut)
Vietnamese Coffee
super stark, aber super guter Geschmack (nach Vanille und/oder Kardamom)
Fried Red Snapper mit Mango Salad
Coconut Coffee am Strand von Hoi An
Dragonfruit to go

Nicht vom Streetfood zurückschrecken – es ist unglaublich, was die Vietnamesen in so einer kleinen Küche zaubern können. Ich träume noch immer davon!

Seafood Feast

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